Neue Regeln für die Nachhaltigkeitskommunikation
Die Spielregeln für Nachhaltigkeitskommunikation ändern sich – und das grundlegend. Mit der EmpCo-Richtlinie (Empowering Consumers for the Green Transition) setzt die EU ab September 2026 klare Anforderungen an Umweltaussagen: Claims müssen substanziell belegt, Siegel unabhängig zertifiziert und Zukunftsversprechen verlässlich hinterlegt sein. Was zunächst abstrakt klingt, kann bei Missachtung konkrete Konsequenzen haben – von Bußgeldern bis hin zu Reputationsschäden.
EmpCo: Die drängendsten Veränderungen
Die Entwicklungen rund um die EmpCo haben wir in einer mehrteiligen LinkedIn-Themenwoche in fünf Beiträgen beleuchtet. Im Fokus stehen die aus unserer Sicht drängendsten Veränderungen: strengere Vorgaben für Net-Zero-Ziele und Zukunftsversprechen, das Verbot von kommunikativem Cherry-Picking, das Ende selbst gestalteter Nachhaltigkeitssiegel sowie das Verbot der Bewerbung gesetzlicher Mindeststandards als Markenattribut. Hinzu kommt der häufig unterschätzte Aspekt, dass die EmpCo auch Aussagen zur Haltbarkeit und Reparierbarkeit von Produkten reguliert.
Der ganzheitliche Ansatz als Grundprinzip
Ein Grundprinzip zieht sich als roter Faden durch alle EmpCo-Themen: Nachhaltigkeitskommunikation erfordert künftig einen ganzheitlichen Ansatz. Selektive oder nicht überprüfbare Hervorhebungen werden ab 2026 zum rechtlichen Risiko. Für Unternehmen, die Nachhaltigkeit ernsthaft betreiben, liegt in diesen Änderungen eine echte Chance: Ehrliche und belegbare Nachhaltigkeitskommunikation schafft Vertrauen – bei Konsument:innen und anderen Anspruchsgruppen.
So kommen Sie zur EmpCo-konformen Kommunikation
Um herauszufinden, wo ein Unternehmen steht und welche Aussagen sinnvoll genutzt werden können, unterstützen wir bei Scholz & Friends Reputation in drei Schritten: Wir nehmen die gesamte Nachhaltigkeitskommunikation unter die Lupe und identifizieren Aussagen, Begriffe und Siegel mit regulatorischen Risiken. Anschließend überprüfen wir das strategische Fundament dieser Aussagen und entwickeln bei Bedarf Alternativen. Zudem zeigen wir auf, wo ungenutztes kommunikatives Potenzial steckt. Daraus entwickeln wir konkrete Handlungsempfehlungen für eine wirkungsvolle und zugleich EmpCo-konforme Kommunikation.
Alle zentralen Änderungen durch die EmpCo-Richtlinie sowie weiterführende Handlungsempfehlungen finden Sie in unserer Analyse.