EmpCo: Was die Richtlinie ab 2026 für die Nachhaltigkeitskommunikation bedeutet
Ab September 2026 ist Schluss mit vagen Nachhaltigkeitsaussagen: Die EU-Richtlinie 2024/825, kurz EmpCo, krempelt die Unternehmenskommunikation um und setzt Greenwashing ein klares Ende. Was bedeutet das für Ihr Unternehmen und wie bleiben Sie glaubwürdig?
Der Sachverhalt: Warum EmpCo jetzt kommt
Jahrelang wurden Begriffe wie „klimaneutral“ oder „umweltfreundlich“ inflationär und oft ohne fundierte Basis verwendet. Das Vertrauen der Verbraucher:innen schwindet, und die EU reagiert mit der EmpCo-Richtlinie. Sie verbietet pauschale, unbelegte Umwelt- und Sozialaussagen und fordert Transparenz. Eigene, nicht zertifizierte Umweltsiegel sind tabu, und Zukunftsversprechen wie „klimaneutral bis 2030“ benötigen konkrete Zwischenziele und externe Prüfungen. Zusätzlich müssen Unternehmen künftig aktiv über Haltbarkeit, Reparaturfähigkeit und Software-Updates informieren.
EmpCo vs. Green Claims Directive: Ein entscheidender Unterschied
Die EmpCo-Richtlinie gilt bereits seit März 2024, muss bis März 2026 in nationales Recht umgesetzt werden, die Informationspflichten für Unternehmen gelten dann ab September 2026. Im Gegensatz dazu ist es noch unklar, ob die Green Claims Directive (GCD) überhaupt kommt. Die GCD reicht tiefer und definiert die Informationspflichten inhaltlich. Zudem wird ein standardisiertes Prüfverfahren durch eine unabhängige, akkreditiere Stelle vorgesehen, das selbst von Nachhaltigkeitexpert:innenseite kontrovers diskutiert wurde. Die EmpCo greift breiter und reguliert nicht nur Umweltaussagen, sondern auch soziale Aspekte und ergänzt bestehende Verbraucherschutzgesetze. Damit bleibt EmpCo ein scharfes Schwert gegen Greenwashing.
Unsere Empfehlung: Jetzt handeln und Glaubwürdigkeit sichern
Unternehmen drohen bei Nicht-Umsetzung der EmpCo hohe Bußgelder (mindestens 4% des Jahresumsatzes). Wir empfehlen daher, sich frühzeitig auf die Anforderungen vorzubereiten:
- Alle Nachhaltigkeitsaussagen prüfen: Sind Ihre Claims wissenschaftlich belegt und transparent dokumentiert?
- Nachweise sichern: Sammeln Sie konkrete Daten, Reduktionspläne und externe Prüfberichte.
- Label-Strategie überdenken: Setzen Sie auf anerkannte, zertifizierte Labels.
- Interne Prozesse anpassen: Schulen Sie Marketing und Produktentwicklung und etablieren Sie klare Freigabeprozesse für Nachhaltigkeitsaussagen.
Wer jetzt in Transparenz und nachweisbare Nachhaltigkeit investiert, sichert nicht nur die Compliance, sondern auch den langfristigen Erfolg und die Glaubwürdigkeit im Markt.
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