Nachhaltigkeitsberichterstattung als strategisches Instrument
Von „orientiert an VSME“ bis „CSRD-konform“ reicht das Spektrum, das Nachhaltigkeitsberichte heute abdecken. Unabhängig davon, ob sie verpflichtend oder freiwillig sind – beide Entwicklungen beschäftigen uns intensiv in unserem Beratungsalltag. Mit unserem neuen Themenschwerpunkt teilen wir hier unsere Erfahrungen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung mit Ihnen.
In den vergangenen Wochen beschäftigten wir uns eingehend mit den Herausforderungen und Chancen des Reportings, vor denen viele Unternehmen derzeit stehen. Sei es bei prüffesten Prozessen für ESG-Reporting oder auch bei der gestalterischen Aufbereitung eines freiwilligen Nachhaltigkeitsberichts. Unser Themenschwerpunkt stellte heraus, dass die Schnittstellenfunktion von Nachhaltigkeit eine zentrale Herausforderung für das Reporting ist. Zugleich bietet diese Situation die Chance, ein wirksames Werkzeug zur strategischen Steuerung von Nachhaltigkeitsthemen aufzubauen.
Hohe Anforderungen bei der Berichterstattung trotz Omnibus
Mit Blick auf die Berichtslandschaft in Deutschland und Europa wird deutlich: Die Anforderungen haben sich im vergangenen Jahr deutlich verschoben. Das Omnibus-Paket der EU hat viele Unternehmen von der CSRD-Pflicht befreit, doch der Anspruch von Kund:innen, Investor:innen und Lieferanten:innen an Transparenz bleibt. Freiwillige Berichterstattung wird für Unternehmen damit wichtiger. Gleichzeitig sollte sie sich an andere Adressatengruppen richten. Eine erste Orientierung bieten die Vorgaben des VSME. Den Anforderungen von Unternehmen an ihre Berichte werden sie nach unserer Einschätzung aber nicht genügen.
Doppelte Materialitätsanalyse
Um das Nachhaltigkeitsreporting zu einem strategischen Werkzeug zu machen, ist die Fokussierung auf wesentliche Themen erforderlich. Die Doppelte Materialitätsanalyse, wie sie von der ESRS gefordert wird, ist nicht Bestandteil von VSME. Sie ist aber das Werkzeug, das eine thematische Fokussierung und die Allokation von Ressourcen nachvollziehbar macht. Aus unserer Sicht ein wichtiger Baustein auch in freiwilligen Berichten. Bei Scholz & Friends Reputation begleiten wir Unternehmen effizient durch einen DMA-Prozess in Orientierung an den angepassten ESRS 2.0-Vorgaben. Mehr dazu hier.
Unser Ansatz: „VS Plus“
Mit unserem Ansatz „VS Plus“ – oder bis 2025: „VSME Plus” – gehen wir zudem über die reine Datenbasis hinaus und übersetzen die Nachhaltigkeitsleistung unserer Kunden in eingängige Botschaften. So erhöhen diese nicht nur ihre ESG-Transparenz, sondern können sich auch glaubwürdig positionieren. Weitere Informationen zu unserem „VS(ME) Plus“-Ansatz finden Sie hier.
Für uns gilt: Nachhaltigkeitsberichterstattung ist kein Pflichtprogramm, sondern ein strategisches Instrument. Wir starten mit einer Bestandsaufnahme dort, wo Sie stehen, und begleiten Sie durch die notwendigen Prozessschritte einer Berichterstattung – von Konzeption und Datenerhebung über Redaktion und Lektorat bis zu Layout, ggf. Infografiken und fertigem Bericht.
Konkret nachgefragt: Nachhaltigkeit in Unternehmen
Was das alles konkret in einem Unternehmen bedeutet, darüber spricht Nazanin Celebi als Team Lead Group Sustainability beim Energieversorger MB Energy in einem Interview mit uns. Sie erklärt, wie sie Nachhaltigkeit im Unternehmen verankert und was es braucht, damit aus regulatorischem Pflichtprogramm echte strategische Stärke wird.